Was haben alle Religionen gemeinsam?

Alle Religionen versuchen, dieselben grundlegenden Fragen des Menschen zu beantworten:
Woher kommen wir? Was ist Bewusstsein? Gibt es Gott? Was geschieht nach dem Tod?

Das Problem dabei ist, dass sich alle Religionen auf Überlieferungen, Quellen und Schriften aus der Zeit der Entstehung der Religionen berufen müssen. Alle diese Informationen haben aber folgende Mänge: erstens dem wissenschaftlichen Stand der damaligen Zeit zu entsprechen und zweitens, alle Grundlagen entstammen von menschlichen Erkenntnissen und menschlichem Verstehen – auch wenn oft diese (oft zurecht) als Inspiration Gottes formuliert werden. In der Vorlesung Nr. 7 (hier auf dieser Webseite als Auszug aus dem Buch) wird gezeigt, warum eine Überlieferung von Wissen durch Gott oder höhere Bewusstseinsformen von Menschen nur unzureichend verstanden und weitergegeben werden können.

Damit aber werden diese (durchaus möglichen göttlichen) Grundlagen der Religionen zu einer Glaubensthese, welche sich einer wissenschaftlichen Betrachtung und Reproduzierbarkeit entzieht. Ein solcher Konflikt zwischen der Überlieferung und damit der teilweisen Unmöglichkeit der Wissenschaftlichkeit musste daher von den Religionen als Dogmen formuliert werden, um Wahrheit zu werden. Wobei damit ausgeschlossen bleibt, definieren zu können, was vollständig richtig, ein wenig richtig oder falsch ist

Die Unterschiede zwischen den Religionen müssen dabei nicht zwangsläufig bedeuten, dass eine wahr und die andere falsch ist, genauso lassen die Thesen nicht den Beweis zu, was davon richtig oder falsch ist.


Alle religiösen Thesen könnten deshalb eher Ausdruck einer gemeinsamen, aber unvollständigen Wahrnehmung derselben Wirklichkeit sein.

Die Neue Theologie (siehe Vorlesung Nr. 7) geht davon aus und zeigt, dass Begrenzungen menschlicher Erkenntnis, Fehler in Wahrnehmung, Sprache und Überlieferung dazu geführt haben, dass sich unterschiedliche Gottesbilder und religiöse Systeme entwickelt haben. Im Werk wird dabei näher erläutert, warum es trotz eines möglichen gemeinsamen Ursprungs göttlicher Überlieferungen zu verschiedenen Formen religiöser Erkenntnis gekommen ist und weshalb Religionen möglicherweise unterschiedliche Perspektiven auf dieselbe Wirklichkeit darstellen.

Erst dann, wenn wir die Ursachen dieser unterschiedlichen Erkenntnisse verstehen, können sich daraus ein echtes Verständnis anderer Theologien und Religionsgrundlagen entwickeln. Nicht scheinbare Gemeinsamkeiten (…wir sind doch alle Teil der „abrahamistischen“ Religionen…) werden zu Argumenten einer Gemeinsamkeit unterschiedlicher Religionen, sondern ein echtes und nachprüfbares Argument, welches zeigt, dass auch unterschiedliche Vorstellungen eine gemeinsame Ursache haben könnten, wird die Grundlage einer künftigen echten Koexistenz der Religionen begründen. Dieses Argument wird hier auf der Webseite und im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“ beschrieben und durch Beweisführungen begründet.