Was ist Platon-Projekt?
Das Platon-Projekt ist ein unabhängiges Denk- und Forschungsprojekt an den Schnittstellen von Philosophie, Theologie, Bewusstseinsforschung und Physik.
Entstanden ist es aus einer zunächst einfachen, aber fundamentalen Frage:
Wenn ein Bewusstsein existiert, das Menschen seit Jahrtausenden als Gott bezeichnen – wie könnte dieses Bewusstsein selbst entstanden sein?
Aus dieser Frage entwickelte sich eine zweite:
Wie könnte aus einem ursprünglichen Nicht-Sein überhaupt Sein entstehen?
Die Beschäftigung mit diesen Fragen führte schrittweise zu weiteren Problemen: zur Natur unserer Wirklichkeit, zur Entstehung von Raum und Leben, zum menschlichen Bewusstsein, zur Seele, zum Tod und schließlich zur Frage nach dem Sinn unserer Existenz.
Ein erstes zusammenhängendes Denkmodell ist daraus in der Arbeit „Neue Theologie – Physik, Indizien, Experimente“ entstanden.
Das Platon-Projekt soll jedoch nicht bei diesem Modell enden.
Es versteht sich als offener Forschungsraum.
Seine Aufgabe besteht nicht darin, die bisher entwickelten Thesen zu verteidigen, sondern sie zu prüfen, Gegenargumente zu suchen, Fehler zu erkennen und dort weiterzuforschen, wo sich aus den bisherigen Überlegungen neue Fragen ergeben.d neben diesem ersten Abschnitt der Physik weitere Grundlagen und Erkenntnisse zur Masse und Bewegung.
Was wurde bisher entwickelt?“
Bisherige Arbeitsfelder
Neue Theologie
Im Mittelpunkt der bisherigen Arbeit steht ein philosophisch-naturwissenschaftliches Denkmodell zu grundlegenden Fragen:
Wie könnte Sein aus dem Absoluten Nichts hervorgehen?
Welche Beziehung könnte zwischen Bewusstsein und Wirklichkeit bestehen?
Ist unsere wahrgenommene Welt die fundamentale Ebene der Realität?
Könnte Bewusstsein über den biologischen Tod hinaus bestehen?
Welche Bedeutung könnten Seele und ein möglicher höherdimensionaler Bereich besitzen?
Und schließlich:
Warum existieren Leben und Mensch überhaupt?
Zu diesen Fragen entwickelt die Neue Theologie Thesen, Experimente, Indizien und philosophisch-logische Argumentationsketten. Die ausführlichen Herleitungen werden im Buch dargestellt.
Ein physikalisches Denkmodell
Im Verlauf der theologischen Überlegungen entstanden Fragen, die unmittelbar in die Physik führen.
Das Platon-Projekt untersucht deshalb ein Modell, in dem unser dreidimensional erfahrbarer Raum innerhalb einer höherdimensionalen Struktur betrachtet wird.
Daraus ergibt sich insbesondere die Frage, ob Zeit und Gravitation, die wir als unterschiedliche physikalische Phänomene wahrnehmen, möglicherweise mit einer gemeinsamen tieferliegenden Struktur verbunden sein könnten.
Das Modell wird unter anderem daraufhin untersucht, ob sich bekannte Effekte der Relativitätstheorie und der Zeitdilatation geometrisch anders darstellen und anschaulich interpretieren lassen.
Ein erstes Beispiel zum Verstehen, dass Zeit und Gravitation unterschiedliche Wahrnehmungen einer einzigen Ursache sein könnten, verstehen wir über den Ansatz einer neuen Variablen, dem Zeithorizont. Dies wird auf dieser Webseite vorgestellt und könnte die Erklärungen für die Paradoxa der Relatitivtätstheorie zeigen.
Ob aus diesem Ansatz tatsächlich ein tragfähiges physikalisches Modell entstehen kann, muss sich an seiner mathematischen Konsistenz und letztlich an überprüfbaren Vorhersagen entscheiden.
Bewusstsein und der Zwischenbereich
Ein weiterer Schwerpunkt entstand aus der Frage, wie ein möglicher Übergangsbereich zwischen unserem dreidimensionalen Erfahrungsraum und einer angenommenen weiteren Dimension geometrisch beschaffen sein müsste.
Daraus wurde ein geometrisches Modell entwickelt.
Dieses Modell wird daraufhin untersucht, ob es einen gemeinsamen Denkrahmen für unterschiedliche Phänomene liefern könnte – darunter Bewusstsein, verschiedene Formen der Informationsverarbeitung bei Lebewesen, Schlaf sowie bestimmte Berichte aus Nahtoderfahrungen.
Daraus entstehen weitere Forschungsfragen:
Gibt es unterschiedliche Stufen oder Organisationsformen von Bewusstsein?
Und könnte das menschliche Bewusstsein prinzipiell Entwicklungsformen besitzen, die wir heute noch nicht kennen?
Auch hier handelt es sich zunächst um Hypothesen. Ihre Bedeutung hängt davon ab, ob sich daraus überprüfbare Aussagen entwickeln lassen.
Mögliche zukünftige Forschungsfelder
Aus den bisherigen Arbeiten ergeben sich Fragen, die heute noch weitgehend hypothetisch sind.
Dazu gehören beispielsweise die Untersuchung von Bewusstsein und Informationsverarbeitung bei unterschiedlichen Lebensformen, die genauere Definition des Übergangs zwischen Leben und Tod, die experimentelle Untersuchung des entwickelten Dimensionsmodells sowie die Frage, ob sich aus diesem Modell neue physikalisch überprüfbare Vorhersagen ableiten lassen.
Ein weiterer Forschungsbereich betrifft religiöse, mystische und philosophische Überlieferungen verschiedener Kulturen. Historische Quellen könnten systematisch gesammelt, digitalisiert und mit Unterstützung künstlicher Intelligenz vergleichend untersucht werden.
Dabei wäre nicht vorauszusetzen, dass überlieferte mystische Erfahrungen objektive Tatsachen beschreiben. Untersucht werden könnte vielmehr, ob sich über Kulturen und Zeiten hinweg wiederkehrende Strukturen finden und ob sich daraus überprüfbare Forschungsfragen entwickeln lassen.
Gerade hier könnte die Zusammenarbeit zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz eine neue Arbeitsmethode ermöglichen.
Wie soll gearbeitet werden?
Das Platon-Projekt versteht ungewöhnliche Gedanken zunächst als Hypothesen, nicht als Wahrheiten.
Eine Hypothese soll deshalb möglichst mehrere Prüfungen durchlaufen:
Logische Prüfung: Ist die Argumentation widerspruchsfrei?
Prüfung am vorhandenen Wissen: Widerspricht sie gesicherten Erkenntnissen – und wenn ja, warum?
Suche nach Gegenargumenten: Welche andere Erklärung könnte dieselben Beobachtungen erklären?
Mathematische oder experimentelle Prüfung: Lassen sich aus der Hypothese Aussagen ableiten, die überprüfbar sind?
Korrektur: Eine widerlegte These muss verändert oder aufgegeben werden können.
Künstliche Intelligenz kann dabei als Werkzeug dienen – zur Recherche, zum Vergleich großer Informationsmengen und insbesondere als kritischer Dialogpartner.
Nicht die Bestätigung einer Idee ist das Ziel, sondern ihre Prüfung.
Perspektive des Platon-Projekts
Langfristig besteht die Überlegung, dem Platon-Projekt eine eigenständige organisatorische und wirtschaftliche Struktur zu geben.
Ziel wäre es, Forschungsarbeiten dauerhaft zu ermöglichen, unterschiedliche Fachrichtungen zusammenzuführen und Ergebnisse öffentlich zugänglich und diskutierbar zu machen.
Entscheidend soll dabei die wissenschaftliche und geistige Unabhängigkeit des Projekts bleiben.
Ein offenes Projekt
Das Platon-Projekt steht am Anfang.
Einige seiner Thesen mögen ungewöhnlich erscheinen, andere sich möglicherweise als falsch erweisen. Wieder andere könnten zu neuen Fragen führen, die heute noch nicht erkennbar sind.
Genau darin liegt der Sinn des Projekts.
Wissenschaftlicher und philosophischer Fortschritt entsteht nicht dadurch, dass eine einmal entwickelte Vorstellung verteidigt wird, sondern dadurch, dass sie immer wieder der Kritik ausgesetzt wird.
Das Platon-Projekt soll deshalb kein Ort fertiger Wahrheiten sein.
Es soll ein Ort sein, an dem ungewöhnliche Fragen gestellt, begründet, kritisiert und – soweit möglich – überprüft werden dürfen.
Wenn daraus neue Erkenntnisse entstehen, hat das Projekt sein Ziel erreicht.